Seit einiger Zeit spiele ich mit ein paar Freunden häufig Texas Hold’em Poker. Dies hat bei uns Strategie-Brettspiele wie Die Siedler von Catan oder Axis vs. Allies abgelöst. Und ich muss sagen, der taktische und logische Gehalt von Texas Hold’em übertrifft Alles mir bisher als Gesellschaftsspiel bekannte – ausser Schach natürlich. Im Gegensatz zum Schach kommt beim Poker natürlich noch eine psychologische Ebene hinzu. Man spielt ja bekannter Massen nicht sein Blatt, sondern seinen Gegner.
Um Geld spielen wir allerdings nicht, dazu halten wir uns alle nicht für hinreichend Charakter-stark.
Nach einiger Zeit des Spielens, sind mir nun ein paar Anfängerfehler aufgefallen, die wir ursprünglich gemacht haben:
• Papier- anstelle von Plastikkarten. Beim Texas Hold’em kann man nicht nur, man soll sogar Plastikarten verwenden. dies rührt daher, dass beim Hold’em die beiden Handkarten gar nicht aufgenommen werden sollen, sondern auf dem Tisch liegend leicht hochgebogen werden sollen. Macht man dies eine Weile mit Papierkarten, sind diese schnell hinüber, weil sie ja bei sichtbaren Veränderungen ausgetauscht werden müssen. Wir setzen inzwischen Karten der Marke Copag ein, diese sind zwar etwas teurer, dafür sind sie aber unverwüstlich und liegen gut in der Hand.
• Erhöhen. Zum Erhöhen gibt es zahlreiche Regeln Limits und Varianten, es empfiehlt sich, die Regel zu studieren und den eigenen Umständen anzupassen. So möchten mann, wenn man um Geld spielt möglicherweise nicht schon nach einer halben Stunde den Abend beenden. In diesem Fall wären strickte Limits auf die Bets angebracht. Spielt man wie wir um Funny-Money, so kann es Sinn machen, No Limit zu spielen und einfach öfters neu anzufangen. Um den Spass nicht zu belasten, sollten alle natürlich trotzdem gewinnen wollen und also keine unsinnigen Wetten machen.
• Show Down. Hier sollte man auf zwei Dinge achten: 1. Aufdecken(oder auch nicht) in der richtigen Reihenfolge und 2. das die Karten die man auf der Hand hat nicht unbedingt ins Resultat einfliessen müssen. Letzteres hatten wir erst falsch gemacht.
Eine gute knappe Auflistung der Regeln findet man bei Wikipedia.
November 19, 2007 um 3:45 |
Ich habe ganz andere Erfahrungen mit “Texas Hold’em” gemacht. Pokern wird Catan definitiv nicht ablösen. Solche Erfahrnungen stehen und fallen meist auch mit den Mitspielern.
November 19, 2007 um 7:11 |
Beim Pokern muss man den richtigen Modi finden und braucht die richtigen Leute. Wir spielen ohne Geld und mit Chips ohne Limits. Wenn man dann natürlich jemand hat, der die Sache wegen der fehlenden monetären Motivation nicht ernst nimmt, geht die ganzer Sache in die Hose.
Bei Siedler hatten wir nachher das Problem, dass wir alle so gut waren, dass die Spiele rein durchs Würfelglück entschieden wurden. Keiner hat mehr Fehler gemacht. Wir spielen aber auch noch ab und zu Siedler.
Axis vs. Allies hat das Problem, dass man mit dem Aufbauen fast eine ganze Stunde verbringt…