Thoof – das bessere Digg

By m2blogde

thoof.pngUm Thoof zu erklären, muss man erstmal bei Digg anfangen. Digg ist eine so genannte Social News Website. Da das selbst einem dem Englischen Vertrauten wenig sagen dürfte, hier in Kürze: Auf Digg entscheidet die Gemeinschaft, welche Nachrichten und Blogg-Einträge auf die Hauptseite kommen. Ursprünglich wurde das von dem Technik-Journalist und Laporte-Schüler Kevin Rose gegründet und kümmerte sich rein um Technologie. Damals war Digg ein gute Quelle für die besten und heissesten Nachrichten aus dem Tech-Genre.

Mit wachsendem Erfolg und beginnender Monetarisierung wurde Digg auf Politik, Gesellschaftliches und Videos ausgedehnt. Hier begannen die Probleme. Amerikanische Meinugsmachergruppen wie MediaMatters, TheDailyCos und Treehugger streuen täglich „Nachrichten“ zu den Themen George W. Bush ist böse und wer Fleisch isst ist auch gemein. Hinzu kam noch ein Schuss Paris Hilton und die üblichen Windows-Trolle, die wir alle schon aus den Heise-Foren kennen, und schon war’s das mit der schönen neuen Social-News-Welt.

Hinzu kam, dass Digg seinen Werbevertriebspartner wechselte und sich für Microsoft entschied. Diese versorgen Digg mit Werbebannern ihrer Kunden, schalten aber auch selbst viel Werbung. Hier hätte Rose von seiner Meister Laporte lernen sollen, dieser lehnt Werbung von Microsoft und Apple ab, da dies Probleme birgt. Sagen wir mal, es gab letztes Jahr einen Zeitpunkt, an dem man zuvor gescholtene MS Produkte auf einmal unheimlich toll fand. Eine Woche später kam dann die erste Microsoft Werbung.

Aber das Internet biete bekannter Massen viel Platzt und das nächste Startup lauert schon um die Ecke. Im Falle von Digg ist das Thoof. Die Nachrichten sind Tech-näher und sowohl US-Polit-Truppen als auch Trolle haben es noch nicht auf ihrem Radar.

Bei mir hat es vorerst Digg verdrängt.

Eine Antwort schreiben