Ups…Apple doch nicht böse?

By m2blogde

ukiphone_3q.jpgNachdem die Technikpresse samt Spiegel in der letzten Woche voll mit Anschuldigungen gegen Apple war, Apple habe mit dem iPhone Update Version 1.1.1 gehackte iPhone absichtlich Betriebs-untauglich gemacht(im Neu-Englischen „Brigged“), tauchen jetzt laut TUAW.com und deren Autorin Erica Sadun, Indizien auf, dass Apple dies eben nicht gemacht hat. Vielmehr habe der verwendete Hack auf einem Pufferüberlauf basiert, welchen Apple allein aus Sicherheitsgründen beheben musste.

Ausserdem sieht es so aus, als hätte Apple sich keine Mühe gegeben, die gehackten Telefone nachhaltig zu beschädigen. Dies wäre aber laut Sadun durchaus möglich gewesen.

Dieses Szenario würde auch zu früheren Aussagen von Apple passen, bei denen Apple VP für Marketing Greg Josniak verlauten liess, man hätte kein Problem mit 3rd-Party-Programmen auf dem iPhone. Eine halbe Woche später musste Apple dann zurück rudern und gab an, man könne nicht versprechen, dass gehackte iPhones nach dem Update noch laufen. Man könnte fast meinen, da sei jemand bei Apple im Labor auf etwas gestossen.

Des weiteren habe das Update selbst bei unmodifizierten Telefonen zu Problemen geführt, so dass Apple diese hätte austauschen müssen.

Kommentar:
Die Ganze Situation führt einem nur mal wieder vor Auge, wie verkommen die Ethik in der Presse sogar im technischen Bereich, in welchem es eigentlich nur um Fakten gehen darf, ist. Da wird darüber lamentiert, dass es das Recht des Benutzers ist, das Telefon zu knacken, um es dann mit einem anderen Netzbetreiber zu verwenden. Da wird das „Briggen“ als Fakt präsentiert, ohne dass man mal überprüft, ob unmodifizierte Telefone auch betroffen sind. Wenn sich die ganze Sache dann als unwahr erweist, verschwendet man gar keine Zeit auf eine Gegendarstellung sondern denkt sich die nächste Absurdität aus. Konstruktive Informationen, welche der Konsument braucht um eine gescheite Kaufentscheidung zu treffen, bleiben dabei auf der Strecke.

Das iPhone ist technisch das beste Telefon auf den Markt. Allerdings muss man einen sehr hohen Kaufpreis und starke Einschränkungen bei Anbieterwahl und Vertragskonditionen in Kauf nehmen. Das iPhone wird in Deutschland nur von T-Mobile vertrieben werden und nur mit einem „Power-User-Vertrag“. Das schliesst zwar viele potentielle Käufer aus. Allerdings kann man das gleiche auch über eine Mercedes S-Klasse sagen.

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