Erster Test: Bento für Mac OS X

By m2blogde

Bento.pngMit Bento bringt Apple’s Tochterunternehmen Filemaker Inc. endlich die von vielen Benutzern ersehnte Heimanwender-Datenbank. Das Programm Filemaker selbst lässt sich zwar relativ einfach bedienen, allerdings liegt es sowohl im Preis, als auch im Umfang, weit über dem, was für den Heimanwender Sinn macht.

Bento adressiert diese Probleme und geht, wie so oft bei Apple, sogar in manchen Dingen über das hinaus, was man sich selbst ausdenken konnte. Bento soll dem Benutzer helfen, sein Leben, seine Daten, Adressen und Projekte zu verwalten, hier ein Test des Previews:

Systemanforderungen

• Mac OS X Leopard
• PPC G4, G5, oder Intel mit mehr als 867 MHz
• mindestens 512 MB Ram, empfohlen sind 1024 MB

Benutzung
bentorechts.pngWer iWork kennt, dürfte sich in Bento schnell zurecht finden. Links findet man iTunes-artig eine Quellenübersicht. Hier werden einerseits Systeminterne Datenquellen wie Adressbuch und iCal angezeigt, andererseits lassen sich hier die eigentlichen Datenbanken als Bibliothek anlegen.

Inder Mitte findet man dann die eigentliche Eingabemasken, oder Tabellen, und auf der rechten Seite hat man dann eine Liste mit allen in der aktuellen Bibliothek verwendeten Datenfeldern vor sich.

Felder lassen sich sehr einfach anlegen, man klickt unter der Felderliste auf ein Plus, und schon kann man wählen, wie das Feld heissen soll oder um was für eine Art von Feld es sich handelt. Hat man es dann erstellt, kann man es per Drag and Drop in die gewünschte Maske ziehen.
Die beiden Seitenmenus lassen sich ausblenden.

Bento ist eins der ersten Programme, die von Leopard’s CoreAnimation-Technik gebrauch machen. So wird zum Beispiel der Übergang, wenn man ein Theme für eine Maske ändert, mit einer Irisblende animiert.

bentoinuse.png

Hieraus erklärt sich natürlich auch der Umstand, dass es nur unter Leopard läuft.

Ähnlich wie bei iWeb arbeitet man in Bento immer mit einem einzigen Projekt. Startet man Bento, sind also immer alle darin bearbeiteten Datenbanken automatisch geöffnet. Dies wirkt sich allerdings weniger störend als in iWeb aus, weil man Datenbanken ja nicht als Webseiten auf unterschiedliche Server verteilen wird.

Ansonsten ist auch hier alles stark an Vorlagen angelehnt, man kann allerdings auch leere Bibliotheken erstellen.

Technik
Laut Filemaker Inc, bietet Bento eine Integration für dotMac, iCal, Adressbuch, Time Machine und zum iPhone.

Die Integration zwischen Bento und iCal und Adressbuch funktioniert fliessend. Änderungen auf egal welcher Seite werden automatisch auf der anderen Seite gespiegelt. Der Pressetext von Bento lässt scheinbar einige glauben, Bento sei allein eine Datenbank die Adressen, Kalender und Projekte zusammenfasst und fragen deshalb nach dem Sinn von Bento. Diese Frage ist allerdings unbegründet, weil sie der Sinn dieser Integration eher der ist, dass man dem User einen Startpunkt gibt, als dass man ihn auf diesen einschränkt. Die Integration von Adressen und Terminen ist nämlich auch abschaltbar.
Der Sinn, welche ich dahinter vermute ist folgender: Schon mal vor einer Datenbank gesessen und gemerkt, dass man nicht weiss, mit welchen Daten man diese füttern soll?

Die Integrationsebene von iPhone und dotMac erschliesst sich mir momentan nicht. Zumindest ist sicher, dass Termine, Adressen und ToDos mittels der üblichen Synchronisation auf iPhone und nach dotMac gelangen. Ob das finale Bento noch mehr kann, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Wichtige Einswchränkungen von Bento sind, dass es eine Einzelbenutzerlösung ist, es seine Daten in einem eigenen Datei-Format speichert und es keinerlei Netzwerkfähigkeiten besitzt.

Export
Der Export geschieht zur zeit nur in eine Kommata-getrennte Tabelle. Ein Export nach Exel oder HTML, wie in Filemaker Pro, wäre wünschenswert. Gleiches gilt übrigens auch für den Import.

Preiss und Daten
Bento wird wohl im Januar erscheinen und kostet 49$ für eine einzelne Lizenz. Die Familien-Lizenz soll 99$ kosten.

Fazit
Bento hat das Potential, viele Macianer glücklich zu machen. Es ist eine vergleichsweise günstige und sehr einfach zu bedienende Datenbank, welche sich gut in Mac OS X integriert und darüber hinaus auch noch gut aussieht. Die Einsatzgebiete gehen vom Heimgebrauch bis hin zu unterstützenden Aufgaben im professionellen Bereich. Für die Warenverwaltung, oder das Arbeiten im Teams kommt man natürlich nicht an Filemaker vorbei.

Eine Antwort zu „Erster Test: Bento für Mac OS X“

  1. Igor sagt:

    Hm… habe dieses Bento auch ausprobiert. Ehrlich, ich weiss einfach nicht wofür das Ding gut sein kann.
    Um eine Bibliothek der Medien (DVDs o.ä ) zu erstellen gibt es speziele Programme, die bessere Opik bieten. Oder wenn es schnell gehen soll – dann reicht auch je. Tabellenbearbeitungsprogramm (Excel & Co.) Meine Projektdaten werde ich da auch wohl nicht verwalten. Dafür sind die Datenbankmöglichkeiten zu eingeschränkt. Die Veranstaltungen trage ich in den Calender (wo die auch gehören, damit ich weiss, wann die Stattfinden.)

    Ich kann mich irren, aber nach 2 Stunden testens habe ich das Programm gelöscht mit dem Fazit : Für einen Home-Anwender zu nutzlos, für einen Profi-Anwender zu „arm“.

Eine Antwort schreiben