Time Machine netwerktauglich machen

By m2blogde

Vorgeschichte
Als Apple auf der WWDC im Sommer 2006 Mac OS 10.5 Leopard zum ersten mal vorstellte, war sicherlich eins der interessantesten Features die  integrierte Backup-Software Time Machine.  Als es dann im Oktober offiziell auf den Markt kam, hat sich dieser Eindruck auch bestätigt. Time Machine ist wahrscheinlich das einfachste Backup-Programm auf den Markt und das selbst der simpelste Anwender bedienen kann.

Was allerdings die finale Version im Oktober vom Preview 2006 unterscheidet, ist der umstand, das die Auswahl an Backup-Medien deutlich beschnitten wurde. So unterstützt Time Machine nur noch externe Festplatten, welche via USB, Firewire oder eSata angeschlossen wurde, oder Netzwerkfreigaben basierend auf Leopard Server oder Client.

Ursprünglich sollten auch SMB-(resp. SAMBA), NFS- und pre-Leopard-AFP-Freigaben funktionieren. Selbst die Airdisk der neuen Airport Basestation kann nicht mehr als Backup Medium verwendet werden. Damit sind natürlcih alle NAS-Systeme, wie auch alle Linux- und ältere Mac-Server außen vor.

Ob dies aufgrund von kleiner Netzwerkprobleme oder zu Liebe einer erhöhten Einfachheit gemacht wurde, lässt sich nicht sagen. Es kursiert allerdings das Gerücht, das es mit der Airdisk Ärger gab.

Lösung
Dankenswerterweise hat Apple die Funktion nur deaktiviert – die Technik ist noch vorhanden.

Gibt man:

defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

in den Terminal ein, werden nicht unterstützte Freigaben freigeschaltet und ab da kann man diese dann in den Einstellungen für Time Machine auswählen.

Alternativ gibt es hier auch ein Tool, mit welchem man die Sache aktivieren kann( für alle, die kein Copy&Paste beherrschen).

Danach stehen oben genannte Freigaben zur Verfügung. Time Machine legt auf dem Ziel-Volumen ein sogenanntes Sparse-Image an, in welche es die Backups schreibt.

Empfehlung
Man sollte aufpassen, welche Netzwerk-Volumen man verwendet. So gibt es zum Beispiel Router mit USB-Anschluss , welche angeschlossene Festplatten via SMB zur Verfügung stellen können. Das einzige Problem ist der Datendurchsatz, der bei manchen Routern unter einem Megabyte pro Sekunde liegen kann. Auch einige NAS-Systeme sind schockierend langsam.

Problem
In meinen Test war es nicht möglich, ohne weitere Arbeit ein auf einem Netzwerkvolumen gesichertes Backup bei der Installation von OS X zum Wiederherstellen zurück zu greifen. Hier muss man dann ggf. das NAS via USB anschließen, oder den Mac-Server im Firewire-Modus starten. Eine USB oder Firewire-Platte macht einem hier das Leben wirklich leichter. Falls jemand andere Erfahrungen gemacht hat, bitte melden, da ich nicht unendlich oft OS X installieren möchte, um alle Fälle zu testen.

Pikanterweise kann man bei der Installation aber nach Airdisks suchen. Eine Wiederherstellung von dieser könnte also einfacher gehen.

Komischerweise hat Time Machine auch bei mir ein Image auf einem mit AFP verbundenen und mittels HFS+ partitionierten Volumen angelegt. Dies sollte eigentlich nicht nötig sein.

Fazit
Wer wie ich einen Server, eine Airdisk, oder ein NAS betreibt, hat über den oben beschriebenen Weg die Möglichkeit, seine Daten mittels Time Machine zu sichern. Dabei läuft nicht alles so einfach und rund wie mit einer USB- oder Firewire-Platte, aber so lange es die Daten sichert, soll uns das nicht stören.

Für unerfahrene Anwender ist dieser Weg allerdings untauglich.

Quelle
MacOSHints.ch Forum

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