Eee PC eingetroffen

By m2blogde
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Nachdem ich am Samstag morgen meinen Eee PC von Cyberport bekommen habe, kann ich nun auch mal was zum 920g Wunder-Computer von Asus sagen.
Ich möchte den Eee hier aus der Perspektive eines Mac-Users beleuchten. Hier nun meine ersten Eindrücke:

Hardware
Die Hardware des Eee ist erstmal ausgezeichnet. Das Gerät ist ausgezeichnet verarbeitet. Das Display ist scharf und aus allen Richtungen gut einzusehen. Der Deckel wird wie beim MacBook ohne Klammern gehalten. Genau wie bei einem Mac, geht auch der Eee in den Ruhezustand, wenn man den Deckel zuklappt, allerdings wacht er nur über den Powerbutton wieder auf. Anders als bei Macs üblich, hat der Eee auch einen echten VGA-Ausgang und keinen Mini-DVI-Port. Dies ist natürlich weniger elegant, allerdings ist der dadurch überflüssige Adapter auch ein Teil weniger, welches man vergessen kann.

Tastatur und Bildschirm wurden in vielen Tests wegen ihrer geringen Größe kritisiert. Beide funktionieren im täglichen Einsatz aber ausgesprochen gut.

Die Maustaste verwirrt anfangs ein bisschen. Bei dieser handelt es sich nicht wie überall berichtet um eine einzelne Maustaste wie bei MacBooks, sondern um eine Zwei-Tasten-Wippe. Diese kann man Links und Rechts drücken, aber nicht in der Mitte.

Leistungsfähigkeit
Die Leistungsfähigkeit des Eee war für mich eines der großen Fragezechen rund um den Eee. Mit seinem auf 630 MHz getakteten Ultra Low Voltage Celeron Prozessor von Intel und Intel GMA 910 Chipsatz mit integrierter Grafik ist seine Ausstattung zwar sehr Bodenständig und zu allem kompatibel, aber gerade im Bezug aufs Surfen im Web und moderne Video-Codecs hatte ich so meine Zweifel. Gerade die Frage, ob der Eee PC schnell genug ist, um Video nach dem MP4 h.264 in 480p Standart ruckelfrei wiederzugeben, war offen. Diese Frage ist von daher relevant, weil dies das iPod-, Handbrake- und Podcasting-Format der Wahl ist und zur Zeit als eine Art quas-Standart für Video gelten darf.

Und tatsächlich: installiert man VLC nach laufen diese Videos – wenn auch knapp. Bei der selben Aufgabe ist die XBox mit Linux und erheblich stärkere Hardware in die Knie gegangen.

Ansonsten surft es sich im Web recht flott und das installierte OpenOffice läuft ebenfalls gut.

Die eingebauten Boxen machen einen guten Eindruck und müssen sich vor größeren Notebooks nicht verstecken.

Software
Hier geht es erstmal nur um das vorinstallierte Xandros Linux. Dieses macht eine recht gute Figur, allerdings mit leichten abstrichen. Firefox, Thunderbird, OpenOffice und co sind die selben wie auf jedem System und laufen gut. Der Easymode ist angenehm und erinnert etwas an Palms oder das iPhone. Hier muss man aber etwas Kritik walten lassen: Asus gibt dem Benutzer nämlich kein Werkzeug zur Hand, um zum Beispiel eigene Verknüpfungen hinzuzufügen oder Asus eigene Verknüpfungen zu entfernen. Das wirkt etwas unsinnig und wird hoffentlich bald mittels Update behoben, denn ansonsten ist das installierte System besser als sein Ruf.

Auch der Datei-Browser läuft etwas ruppig, allerdings kenne ich keinen Browser, der nicht im ständigen Feuer der Benutzerkritik steht.

Positiv zu erwähnen ist die Software-Wiederherstellung. Hierzu muss man nur eine Einstellung im Bios ändern und beim Start F9 gedrückt halten. Der ganze Prozess dauert weniger als fünf Minuten. Dies ist dann hilfreich, wenn man am vorinstallierten System etwas kaputt-gehackt hat…ähem.

Batterielaufzeit

Wie bei jedem mobilen Gerät, so ist auch beim Eee die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Akkus interessant. Diese ist mit 3,5 Stunden ohne WLAN und etwas über zwei Stunden mit WLAN recht brauchbar. Allein das Netzteil fällt hier negativ auf. Zwar ist es sehr kompakt, aber leider auch nicht sehr leistungsfähig. Hieraus resultieren relativ lange Ladezeiten für den Akku.

Fazit

Alles in allem ist der Eee ein absolutes Top-System , dass so vielseitig ist, dass man es eigentlich jedermann empfehlen kann.

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