Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Hulu glotzen mit AnchorFree

November 3, 2008

image128729598.jpgAmerikanische Video-Seiten wie hulu.com oder M-TV lassen bekannterweise keine Zuschauer aus dem nicht US-amerikanischen Ausland zu. Hulu hostet unter anderem Sendungen der Sender NBC, Comedy Central und FOX.

Die bekanntesten Serien dieser Sender sind unter anderem die Simpsons, SNL, 30Rock, Lost und die Daily Show. Natürlich sind alle Shows in Englisch, das ist aber auch das Gute an der Sache. Außerdem erscheinen die Sendungen auf Hulu einen Tag nach der Austrahlung in Amerika, und nicht drei Jahre später auf Pro7.

Funktionsweise
AnchorFree ist eine Software für Mac/PC welche eine VPN-Verbindung aufbaut und dem Benutzer auf diese Weise eine US-IP verpaßt. Im Gegensatz zu den üblichen Proxys ist AnchorFree schnell genug um Streaming-Videos wiederzugeben. AnchorFree blendet Werbung ein, aber wenn Hulu im Vollbild-Modus läuft, sieht man davon nichts.

Fazit
Alles in allem eine tolle Lösung für Leute, die US-Shows in ihrer vollen unsynchronisierten Pracht sehen wollen.

Quelle
CommandN
AnchorFree

South Park

März 25, 2008
sp

Die Macher der beliebten Zeichentrickserie South Park haben sich entschieden, mit der Zeit zu gehen und alle Folgen von SP kostenlos im Internet zu veröffentlichen. Der Anwender kann auf der Seite southparkstudios.com alle Folgen – auch die aktuellsten – mittels Flash-Player mit Vollbild-Modus ansehen, und wird dabei nur von minimalen Werbeunterbrechungen gestört. Im Gegensatz zu anderen Diensten wie Fox/NBCs Hulu sperrt man bei SPS internatrionales Publikum nicht aus. Die Einnahme aus der Werbung werden zwischen Produzenten und dem Muttersender Comedy Central geteilt.

Kommentar
Es ist schön zu sehen, dass nun endlich erste Vertreter der Massenmedien die Zeichen der Zeit erkennen und ihre Inhalte in einer, dem 21. Jahrhundert angemessenen Form, verbreiten.

Quelle
Geekbrief

FTD: Vidcasten wie die Profis

März 24, 2008
Bild 1

Bizarr mutet der Versuch der deutschen FTD(Financial Times Deutschland) an, die Technik-Vidcasts amerikanischer Journalisten wie Walt Mossberg zu kopieren. Im vorliegenden Fall versucht ein recht plump wirkender Vertreter der deutschen Presse, eine Logitech Harmony Fernbedienung vorzustellen. Die ganze Sache ist recht inkompetent gehalten, kritisiert man doch das langwierige Setup der Harmony und die Makrofunktion vergisst man gleich ganz. Die Makrofunktion ist eine der wichtigsten Eigenschaften der ganzen Harmony Serie und das Setup nimmt sicherlich Zeit in Anspruch, vergleicht man es aber mit „normalen“ Multifunktions-Fernbedienungen, schneidet sie sehr gut ab und dürfte die einzige sein, die Menschen über 40 programmieren können.

Ich bin übrigens selber kein Freund der Harmonys, da ich der Meinung bin, dass jemand, der so viele Geräte im Wohnzimmer hat, dass er eine Harmony braucht, sich lieber einen guten Psychiater suchen sollte.

Der Nachrichten-Podcast der FTD ist übrigens gut, es sei denn, er bricht mal wieder mitten drin ab, hört sich an, als sei er auf der Toilette aufgenommen, oder einer der Sprecher verliert sich in neoliberalen Tiraden.

Spiegel(ei): Markenjournalismus im Zeichen den Fensters

März 12, 2008
Ich wollte eigentlich neulich schon diesen
monieren, in dem der Spiegel die Management-qualitäten des Microsofts CEOs Steve Balmer preist und sich unverhohlen über Steve Jobs und Mac-User lustig macht. Aufgrund des Providerwechsels und damit einhergehendem Frust hatte ich dann allerdings darauf verzichtet, das hamburger Qualitätsblatt zu schelten. Nun muss ich aber heute den Artikel „

Diese Design-Dummheiten nerven Millionen„. In diesen moniert der Autor Konrad Lischka, dass es in unserer bösen Welt verschieden große USB-Stecker gibt und den „CAPS LOCK“ erklärt er gleich zur Schreitaste – nicht dass man diese Funktion auch ausserhalb von Chat-Räumen manchmal bräuchte.

Aber am ausführlichsten lässt er sich über die Tastenkombination „Apfel-Q“ aus, welche PC-Benutzern den Wechsel auf den Mac erschweren würde, weil diese ja versehentlich die „Apfel-Taste“ mit der ALT-Taste verwechseln könnten und weil auf dem PC ALT-Q ja das @-Zeichen produziert. Drücken sie allerdings auf dem Mac „Apfel-Q“, so wird das aktuelle Programm beendet. Er räumt zwar ein, dass die Taste Q für „Quit“ Sinn macht, aber trotzdem sollten die „Designer“ bei Apple sich doch der gängigen Norm anpassen.

Kommentar

Was sind eigentlich heute die Anforderungen, welche man erfüllen muss, um für den Spiegel zu schreiben? Erstmal heisst die Taste nicht „Apfel-Taste“, sondern Command-Taste. Auf aktuellen Apple Tastaturen gibt es sie auch gar keinen Apfel mehr, nur noch das schwedische Zeichen für Zeltplatz(ist wirklich so). Diese Tastenkombination – die übrigens nur mit Command+W für „Close Window“ zusammen sinn macht, gibt es schon etwas länger als das Internet. So findet sie sich schon bei Macs der ersten Generation von 1984. Unter Windows beendet man ein Programm übrigens(wenn’s denn geht) mit Alt+F4. Die Logik dahinter mag finden wer möchte.

Und um noch dem ersten Artikel über Super-Balmer Rechenschaft zu tragen:
Vista: Flop
Vista SP1 Flop
Windows Home Server: Flop
Zune: Flop
HDDVD: Tot
XBox360: Red ring of death
Bester Plan für die Zukunft: Yahoo kaufen.

Wenn doch nur Steve Jobs eine solche Bilanz vorzuweisen hätte…

Fälscht das ZDF Graphiken zum CO2-Ausstoß?

Dezember 20, 2007

Bei ZDF heute kann man sich über den CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen informieren. Das ZDF stellt diese Daten in einer Grafik mittels zweier Kreise dem von der EU angepeilten Höchstwert gegenüber. Soweit so gut – dass heißt natürlich, man frisst die ganze These vom Klimakiller CO2 und hält es für gerechtfertigt, die Diskussion im greenpeaceistischen Gramm pro Kilometer anstelle von Liter auf 100 km zu führen, wie man das seit eh und je tut. Letzteres ist allerdings nicht geeignet, beim unbedachten Volk den Eindruck zu erwecken, CO2 sei gefährlich. Aber lassen wir das.

Auch möchte ich mich nicht über die Auswahl der Fahrzeuge auslassen, die hier präsentiert wird. Diese lässt natürlich die deutsche Automobil-Industrie wie einen Haufen Robbenschlächter aussehen.

Nein, mein Augenmerk fiel auf die seltsamen Graphiken. Die Größe der Kreise war hierbei irritierend und ich fragte mich auch gleich:“Kreisflächen sind doch quadratische Funktionen?“

Wie man hier links am Prius mit 104 g/km und rechts am Cayenne mit 324 g/km sehen kann, nimmt der Radius um genau das dreifache zu. Wenn man allerdings in der Statistik eine Menge durch eine Fläche repräsentieren will, so muss der Wert relativ zur Fläche sein.

Das hieße der Radius des Kreises für den Prius ist die Wurzel aus (104 : PI) = 5,7
und für den Cayenne wäre das die Wurzel aus (324 : PI) = 10,2

Wir hätten also zwei Kreise im groben Verhältnis 6 zu 10 zueinander. So ein Graphik passt dann übrigens auch auf die ZDF Seite, der Kreis des Cayennes ist, wie man sehen kann, so groß, dass er nicht mal mehr auf die Seite passt.

Die Sache lässt eigentlich nur einen von zwei Schlüssen zu: Entweder fälscht man beim ZDF Graphiken um sie dramatischer aussehen zu lassen, oder das ZDF beschäftigt Mitarbeiter, deren mathematische Fähigkeiten – sagen wir mal – etwas unterentwickelt sind.

Spiegel(ei): Apple verliert Kultstatus

Dezember 13, 2007

In einen, wie für den Spiegel typisch, journalistisch anspruchsvollen Artikel „MAC-HYPE: Apple verliert Kultstatus„  stellen die Autoren Kremp und Lischka dar, wie schlimm es um den Computerhersteller aus Cuppertino steht.

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Ein klassischer Onkel Heinz

Dezember 10, 2007

Heise berichtet mal wieder in reißerischer Form über die Gefahren die den bekannter Maßen dummen und schwulen Mac-Usern drohen. Diesmal mit dem Artikel Apples Leopard absturzgefährdet, in dem man zwei unbedeutende „Sicherheitslücken“ zusammen verwurstet um dadurch das passende schwarze Bild zu zeichnen.

Lücke 1 basiert mal wieder darauf, dass man den Mach Kernel mit User-Rechten Code einflößen kann , um damit den Rechner zum Absturz bringen kann.

Lücke 2 ist ein Weg um den VPN Dienst mittels manipulierter Pakete zum Stillstand zu bringen.

Um das mal ins Deutsche zu übersetzen: Ein User der physischen Zugang zum Rechner hat kann diesen zum Absturz bringen – was man auch durch einen Schubs über die Tischkante erreichen kann und mittels gezieltem Angriff auf das System eines Users, kann man dessen VPN Tunnel stören.

Auf jeden Fall hat Heise mit ihrem Artikel wieder eins erreicht: Die Forentrolle wurden gefüttert und  Leser welche von wahren Win32-Glauben ab zu fallen drohten, werden auch ihren nächsten Computer mit Software aus Redmond kaufen. Genau diese haben dann auch weiterhin Bedarf an einen Computerzeitung, welche ihnen dabei hilft, ihre Supermaschine am Laufen zu halten anstatt dass sie einen Computer hätten, der von selbst läuft.

24h Mac-TV

November 27, 2007

Schöne Nachricht von der neue Medien Front: Unter thedigitallifestyle.tv gibt es nun 24 Stunden am Tag Nachrichten, Tipps und alles was Spass macht zum Thema Apple.
Die Sache läuft als Stream direkt im Browser und umfasst neben eigenen Inhalten auch Podcasts wie commandN und die ApplePhoneShow.

Richtigstellung zu „Killerspielen“

November 25, 2007

Bei Macinplay wurde folgendes Video als Richtigstellung zu verschiedenen Hetz-Beiträgen von ARD und ZDF gegen Ego-Shooter veröffentlicht.

Kommentar
Das Video erreicht denke ich Zweierlei: 1. stellt es Unmengen an Falschaussagen von Sendungen wie „Frontal21″ und „Hart aber Fair“ richtig und 2. beweist es eindrucksvoll, auf welchem ungeheuer niedrigen Niveau sich das öffentlich rechtliche Fernsehen heute bewegt.

Ich möchte hier manche Shooter nicht mal verteidigen, ich selbst war z.B. extrem erbost über Rockstar Games wegen des Hot Coffee-Mods. Dies gibt dem GEZ-TV noch lange nicht das recht, Spieler und Spielehersteller als Gruppe zu verleugnen.

Wenn sich ein Blogger oder kleiner Journalist so einen Blödsinn gegen das GEZ-TV wagen würde, wäre eine Strafprozess sicher. In unserer heutigen Medienlandschaft würde Hugo Egon Balder’s „Tutti Frutti“ als ernsthafte Nachrichtensendung durchgehen.

iPhone gut gestartet

November 10, 2007

Ab dem heutigen Freitag gibt es nun auch das iPhone in Deutschland. Und den „ojöktöven“ Stimmen der Presse zu Trotz, hat es sich auch noch mit 10.000 Einheiten bis zum Freitag Nachmittag ausgesprochen gut verkauft. Alles in Allem ist das natürlich schön und ich wünsche Apple und T-Mobile viel Erfolg beim aufmischen der Mobilfunk-Landschaft.

Nun eine Sache zu oben genannter objektiver Presse:

Lieber Onkel Heinz,

es ist ja schön, dass du deinen Lesern neuerdings mitteilst, wie viel ein Mobiltelefon inklusive des zwei Jahres-Vertrags kostet. Das sind beim iPhone ca. 1600€. Es ist aber schon interessant, dass du dir diese Art von Journalismus ausgerechnet mal wieder bei einem Apple Produkt einfallen lässt. Ähnliches konnte ich bei Nokia und co. selbst bei den noch teureren Communicators mit erheblich schlechteren Verträgen nicht feststellen.

Also noch mal für alle zum mitschreiben: Das iPhone ist ein Telefon für Power-User. Es kostet 399 EURO. Der günstigste Vertrag mit Flatrate kostet 49€ im Monat. Das kann man dann u 1600 € in zwei Jahren aufaddieren. Für Leute, die weniger telefonieren ist das iPhone zu teuer. Das habe ich als bekennender Mac-Fanboy akzeptieren müssen und dass kannst auch du akzeptieren – lieber Onkel Heinz.

Für die, die sich das iPhone nicht rechnet, gibt es den günstigeren und flacheren iPod touch.

Sag’ mal Heinz: hältst du denn deine Leserschaft inzwischen für so doof, dass du meinst du müsstest ihnen ihre Mobilfunkverträge ausrechnen?